Mein Selbstverständnis als Scrum Masterin
Seit 2021 begleite ich interdisziplinäre Produktteams als Scrum Masterin. Nach meiner Zertifizierung bei der Scrum Alliance habe ich meine Qualifikation 2024 mit dem Advanced Certified ScrumMaster (A-CSM) vertieft.
Dabei ist Scrum für mich kein Selbstzweck und schon gar keine Sammlung möglichst korrekt durchgeführter Meetings. Es schafft einen verlässlichen Rahmen, in dem Teams komplexe Anforderungen gemeinsam bearbeiten, Entscheidungen transparent treffen und digitale Produkte kontinuierlich weiterentwickeln können. Als Lead UX Designerin und Scrum Masterin arbeite ich an der Schnittstelle zwischen Nutzerbedürfnissen, fachlichen Anforderungen, technischen Rahmenbedingungen und unternehmerischen Zielen. Ich unterstütze Teams und Stakeholder dabei, unterschiedliche Perspektiven zusammenzuführen, Prioritäten zu klären und aus abstrakten Anforderungen konkrete nächste Schritte abzuleiten. Gerade bei komplexen oder historisch gewachsenen Produkten entstehen Probleme häufig nicht durch fehlende Ideen, sondern durch unklare Zuständigkeiten, konkurrierende Interessen und Wissen, das über verschiedene Bereiche verteilt ist. Mit strukturierter Moderation mache ich diese Zusammenhänge sichtbar, spreche Hindernisse offen an und schaffe die Grundlage für tragfähige Produktentscheidungen. Dafür konzipiere und moderiere ich Retrospektiven, Refinements, Discovery-Formate sowie Anforderungs- und Strategieworkshops. Die Methode richte ich nicht nach einem starren Baukasten aus, sondern nach dem konkreten Ziel, der Situation und dem Reifegrad des Teams. Erkenntnisse aus Research und Design werden so in Prioritäten und Entwicklungsprozesse übersetzt – und technische oder organisatorische Rahmenbedingungen frühzeitig in die Konzeption einbezogen. Ein besonderer Fokus liegt für mich auf einer Zusammenarbeit, in der Verantwortung nicht abgeschoben wird und unterschiedliche fachliche Perspektiven tatsächlich genutzt werden. Ich nehme Teams keine Entscheidungen ab, sondern befähige sie dazu, diese fundiert und gemeinsam zu treffen. Dazu gehören Vertrauen und Empathie genauso wie Klarheit, Verbindlichkeit und die Bereitschaft, schwierige Themen anzusprechen. Mein Ansatz wird von Teams und Stakeholdern als klar, strukturiert, empathisch und lösungsorientiert beschrieben. Für mich bedeutet agile Zusammenarbeit vor allem: Komplexität beherrschbar machen, kontinuierlich lernen und gemeinsam bessere Produkte entwickeln.