CampusCareer
Jobplattform

Eine erprobte Plattformstrategie für eine neue Zielgruppe

CampusCareer-Jobs ist die Jobplattform der Hochschule Flensburg für Studierende und Absolventen. Sie bündelt Studierendenjobs, Praktika, Abschlussarbeiten und Einstiegspositionen und verbindet junge Talente mit regionalen und überregionalen Arbeitgebern.

Die konzeptionelle Grundlage bildete ein Anbieter-Angebote-Prinzip, das sich bereits in anderen Plattformprojekten bewährt hatte: Organisationen präsentieren sich mit einem eigenen Profil und veröffentlichen strukturierte Angebote, die Nutzer über Suche, Kategorien und Filter gezielt entdecken können.

Für CampusCareer wurde diese Plattformlogik auf einen neuen Kontext übertragen und konsequent weiterentwickelt. Aus Anbietern wurden Arbeitgeber, aus Freizeit- oder Bildungsangeboten wurden Karrierechancen – und aus einer allgemeinen Suche entstand ein auf die Lebensrealität von Studierenden zugeschnittenes Jobportal.

Ziel war keine kleinere Kopie einer klassischen Jobbörse, sondern eine eigenständige Plattform, die Studierende beim Übergang in den Beruf unterstützt und gleichzeitig die Verbindung zwischen Hochschule und Wirtschaft stärkt.

Platform Strategy

Transfer und Weiterentwicklung eines skalierbaren Anbieter-Angebote-Modells

User Research

Zusammenarbeit mit Studierenden, Arbeitgebern und der Hochschule Flensburg

Brand Experience

Weiterentwicklung der Marke CampusCareer für das digitale Jobportal

Accessibility

Konzeption und Umsetzung nach BITV und WCAG 2.1 AA

01 . Die Herausforderung - Eine Jobplattform zwischen Studium, Berufseinstieg und regionaler Wirtschaft

Studierende suchen nicht nur nach klassischen Vollzeitstellen. Abhängig von Studienphase, zeitlicher Verfügbarkeit und persönlichem Ziel benötigen sie Werkstudentenjobs, Praktika, Themen für Abschlussarbeiten, Nebenjobs oder eine erste Position nach dem Abschluss.

Allgemeine Jobportale bilden diese unterschiedlichen Einstiegspunkte häufig nur unzureichend ab. Relevante Angebote gehen zwischen Stellen für erfahrene Fachkräfte unter oder lassen sich nicht anhand studentischer Bedürfnisse filtern. Gleichzeitig suchen Unternehmen und Institutionen nach qualifiziertem Nachwuchs, haben aber sehr unterschiedliche Voraussetzungen für ihre Ansprache. Bekannte Arbeitgeber verfügen bereits über hohe Sichtbarkeit, während kleinere regionale Unternehmen, Start-ups und spezialisierte Betriebe von Studierenden häufig kaum wahrgenommen werden.

Die Plattform musste daher zwei Perspektiven miteinander verbinden: Studierende benötigen eine schnelle, verständliche und realistische Orientierung im Arbeitsmarkt. Arbeitgeber benötigen eine professionelle Möglichkeit, sich als Unternehmen zu präsentieren und passende Nachwuchskräfte gezielt anzusprechen.

Die Herausforderung bestand darin, die Spezialisierung auf Studierende mit dem Qualitätsanspruch einer professionellen Jobplattform zu verbinden. CampusCareer-Jobs sollte niedrigschwellig und persönlich wirken, zugleich aber zuverlässig, seriös und konkurrenzfähig gegenüber etablierten Stellenportalen sein.

02 . Der Prozess - Bewährte Produktlogik übernehmen, Nutzungskontext neu verstehen

Die Entwicklung erfolgte in enger Zusammenarbeit mit der Hochschule Flensburg und einem Team aus Studierenden. Zusätzlich wurden regionale Arbeitgeber durch Interviews und Workshops in den Prozess einbezogen.

Das bestehende Anbieter-Angebote-Prinzip bot eine belastbare strukturelle Grundlage. Es wurde jedoch nicht unverändert übernommen. Zunächst musste verstanden werden, wie sich die Suche nach einem Job von der Suche nach einem Freizeit-, Bildungs- oder Beratungsangebot unterscheidet.

Zwei Nutzergruppen zusammenführen

Studierende und Arbeitgeber verfolgen unterschiedliche Ziele, sind innerhalb der Plattform aber direkt voneinander abhängig. Interviews und Workshops halfen dabei, Anforderungen beider Seiten sichtbar zu machen und in ein gemeinsames Produktmodell zu übersetzen.

Studentische Suchlogik entwickeln

Gemeinsam mit Studierenden wurde untersucht, welche Kriterien für ihre Entscheidung tatsächlich relevant sind. Neben Tätigkeitsfeld und Standort spielen unter anderem Beschäftigungsart, Studienphase, zeitlicher Umfang und die Verbindung zum eigenen Studiengang eine wichtige Rolle.

Aus diesen Erkenntnissen entstanden Kategorien und Filter, die sich an der Lebensrealität der Zielgruppe orientieren und nicht lediglich die Logik allgemeiner Stellenbörsen übernehmen.

Unternehmensprofile und Stellenangebote verbinden

Arbeitgeberprofile und Jobangebote wurden als zusammenhängendes System konzipiert. Studierende können dadurch nicht nur eine konkrete Stelle finden, sondern auch das Unternehmen, seine Tätigkeitsfelder und weitere Einstiegsmöglichkeiten kennenlernen.

Gerade kleinere regionale Arbeitgeber erhalten so die Möglichkeit, ihre Qualitäten sichtbar zu machen und nicht ausschließlich über Bekanntheit oder Größe wahrgenommen zu werden.

Marke und Interface weiterentwickeln, Barrierefreiheit integrieren

Die bestehende Marke CampusCareer wurde für das neue digitale Produkt weiterentwickelt. Das Erscheinungsbild sollte die Zugehörigkeit zum CampusCareer-Angebot klar vermitteln und gleichzeitig als eigenständige, professionelle Jobplattform funktionieren.

Informationsarchitektur, Wireframes und interaktive High-Fidelity-Prototypen wurden iterativ in Figma entwickelt und gemeinsam mit Studierenden, Arbeitgebern und Auftraggebern überprüft.

Die Anforderungen aus BITV und WCAG 2.1 AA wurden von Beginn an in Konzeption, Design und Entwicklung berücksichtigt. Dazu gehörten klare semantische Strukturen, ausreichende Kontraste, vollständige Tastaturbedienbarkeit und die zuverlässige Nutzung mit Assistenztechnologien.

03 . Die Lösung - Eine direkte Verbindung zwischen Campus und Arbeitswelt

CampusCareer-Jobs bündelt studentische Jobangebote, Praktika, Abschlussarbeiten und Einstiegspositionen auf einer zentralen Plattform. Zielgerichtete Filter ermöglichen es Studierenden, Angebote entsprechend ihrer Studienphase, Qualifikation und persönlichen Rahmenbedingungen einzugrenzen.

Strukturierte Unternehmensprofile geben Arbeitgebern Raum, sich über einzelne Stellenanzeigen hinaus zu präsentieren. Studierende erhalten dadurch einen besseren Eindruck von möglichen Tätigkeitsfeldern, Unternehmenskultur und weiteren Karrierewegen.

So verbindet die Plattform zwei Informationsbedürfnisse in einem gemeinsamen Produkterlebnis: die konkrete Suche nach einer passenden Stelle und die längerfristige Orientierung auf dem Arbeitsmarkt.

Jobangebote online
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Unternehmen Registriert
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Strategischer Mehrwert für die Hochschule

CampusCareer-Jobs erweitert die Beratungs- und Vernetzungsarbeit der Hochschule Flensburg um einen dauerhaft verfügbaren digitalen Zugang.

Die Plattform macht berufliche Perspektiven bereits während des Studiums sichtbar und unterstützt unterschiedliche Übergänge: vom ersten Nebenjob über Praktikum und Abschlussarbeit bis zum Berufseinstieg.

Gleichzeitig stärkt sie die Rolle der Hochschule als Schnittstelle zwischen akademischer Ausbildung und Arbeitsmarkt. Erkenntnisse aus Studium, Berufspraxis und regionaler Wirtschaft werden nicht als getrennte Bereiche behandelt, sondern in einem gemeinsamen Angebot miteinander verbunden.

Mehr Sichtbarkeit für die regionale Wirtschaft

Für kleine und mittlere Unternehmen ist der Zugang zu qualifizierten Nachwuchskräften eine zentrale Herausforderung. CampusCareer-Jobs schafft einen direkten Kontaktpunkt zu Studierenden und Absolventen, die regionale Arbeitgeber andernfalls möglicherweise nicht wahrgenommen hätten.

Damit unterstützt die Plattform nicht nur individuelle Karrierewege, sondern auch die regionale Fachkräftesicherung. Studierende entdecken berufliche Perspektiven in der Region, während Unternehmen frühzeitig Beziehungen zu zukünftigen Mitarbeitern aufbauen können.

Eine Strategie, unterschiedliche Produkte

CampusCareer zeigt, wie sich eine bewährte Plattformarchitektur auf einen neuen Anwendungsbereich übertragen lässt. Das grundlegende Prinzip aus Organisationen, Profilen, strukturierten Angeboten und intelligenter Suche blieb erhalten.

Kategorien, Filter, Inhalte, Tonalität und Nutzungsszenarien wurden jedoch vollständig auf den Hochschul- und Arbeitsmarktkontext ausgerichtet. So entstand aus derselben strategischen Grundlage kein austauschbares Portal, sondern ein eigenständiges Produkt für eine klar definierte Zielgruppe.

Learnings

Skalierbare Plattformstrategie

Ein belastbares Produktmodell kann auf unterschiedliche Märkte übertragen werden, wenn sein grundlegender Nutzen verstanden ist. Wiederverwendung bedeutet dabei nicht Kopieren, sondern die gezielte Anpassung von Datenstruktur, Interaktionslogik und Produkterlebnis an einen neuen Kontext.

Mehrseitige Plattformen gestalten

Der Erfolg einer Jobplattform hängt davon ab, ob sie für beide Seiten einen erkennbaren Mehrwert schafft. Anforderungen von Studierenden und Arbeitgebern müssen deshalb gemeinsam betrachtet und in eine ausgewogene Produktstrategie übersetzt werden.

Zielgruppenorientierung mit professionellem Anspruch

Ein spezialisiertes Produkt darf sich konsequent auf eine Nische konzentrieren und muss dennoch die Qualität etablierter Marktangebote erreichen. Gerade die klare Zielgruppe ermöglicht relevantere Kategorien, bessere Filter und eine passendere Ansprache.

Digitale Hochschulstrategie

Eine Hochschule begleitet nicht nur akademische Bildung, sondern auch den Übergang in die Arbeitswelt. Digitale Produkte können Beratung, Vernetzung und regionale Kooperation sinnvoll erweitern und dauerhaft zugänglich machen.

Vorheriges Projekt
WOLFSBURGER LUPE
Nächstes Projekt
ALLISA